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Von Mineralöl in Olivenöl und anderen Rückständen

Von Mineralöl in Olivenöl und anderen Rückständen

Oft wird über Mineralöl in Olivenöl berichtet. Doch wie gelangt das Mineralöl in Olivenöl? Und ist es wirklich so gefährlich wie oft beschrieben?

Was sind MOSH und MOAH?

Mineralölkohlenwasserstoffe, kurz MOSH (Mineral Oil Saturated Hydrocarbons) oder MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons ) genannt, sind Gruppenbezeichnungen für eine Vielzahl von verschiedenen Verbindungen, die als Rückstände unterschiedlichen Ursprungs in unsere Lebensmittel gelangen können. Auch Speisefette und -öle können belastet sein. MOSH und MOAH kommen überall vor und können sich vom landwirtschaftlichen Anbau über die Verarbeitung bis hin zum fertigen Produkt, aufgrund der chemischen und physikalischen Ähnlichkeit zu Speiseölen, in diesen anreichern.

Ist Mineralöl in Olivenöl gefährlich?

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung sind nur MOSH mit einer Kettenlänge zwischen 16 und 35 Kohlenstoffatomen problematisch. Untersuchungen zeigen, dass viele Lebensmittel mit MOSH und MOAH belastet sind. In vielen Fällen werden die diskutierten Höchstmengen in den Lebensmitteln jedoch nicht überschritten. Eine Verordnung für den Maximalwert in Speiseöl gibt es nicht. Die genauen gesundheitlichen Auswirkungen bei einer Überschreitung der Höchstmengen werden permanent erforscht.

Wie kommt das Mineralöl ins Olivenöl?

Auch im Stiftung Warentest Olivenöl Test dieses Jahres wurden Rückstände von Mineralöl in einigen Proben gefunden. Doch wie kann es dazu kommen?

Das Mineralöl im Olivenöl wird, wenn überhaupt, nur in sehr kleinen Mengen gefunden. Diese Mengen beweisen auch, dass das Mineralöl in Olivenöl nicht mit Absicht untergemischt wird, sondern über andere Wege in das Olivenöl gelangt. Die Gründe dafür können verschieden sein. Schon bei der Ernte der Oliven können die Früchte durch den Transport in Jutebeuteln mit MOSH und MOAH aufeinander treffen. Ebenso können die Oliven durch die Erntemaschinen mit dem Mineralöl in Kontakt kommen. Auch die Rüttelmaschinen können eine Quelle sein. Wie auch die Fahrzeuge, welche die Oliven transportieren, stoßen die Maschinen Emissionen aus, die MOSH bzw. MOAH enthalten. Zudem werden die Maschinen standardmäßig geölt. Die meisten Maschinen besitzen einen Spritzschutz, fehlt dieser kann die Olive damit in Berührung kommen. Aber auch technische Anlagen, werden regelmäßig auf die einwandfreie Funktionsfähigkeit untersucht. Dennoch kann es passieren, dass sich beispielsweise in der Ölmühle, kleine Tropfen an Schmieröl von den Förderbändern lösen und so in die Olivenölproduktion gelangen.

Um dies zu vermeiden, ist es wichtige die Olivenöl vor der Verarbeitung gründlich zu waschen. Zudem kontrollieren wir jede unsere Olivenöl-Chargen in Hinsicht auf Rückstände von Pestiziden, Weichmachern und Mineralöl. Das geschieht durch eine Spurenelemente-Analyse. Dabei werden alle Öle abgestraft, welche über 1 mg/KG MOAH und über 10mg/KG MOSH beinhalten.

In Bio-Olivenölen treten vermehrt Mineralölkohlenwasserstoffe auf als in nicht Bio-Öl. Der Grund dafür ist, dass von Pestiziden und anderen Mitteln abgesehen wird. Dafür werden andere zugelassene Mittel eingesetzt um Schädlinge abzuhalten. Diese wiederum können vermehrt Mineralöle beinhalten.

Der dunklen Glasflasche den Vorrang geben

Bei Pflanzenölen sollten Sie zur Glasflasche greifen. Im Gegensatz zu Plastikverpackungen lösen sich aus Glas keine unerwünschten Stoffe. Hochwertige Speiseöle, wie gutes Olivenöl, kaufen Sie am besten in einer dunklen Glasflasche, da diese Lichtschutzverpackung die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls schützen.

Mit abwechslungsreicher Ernährung das Risiko senken

Zum Schutz der Verbraucher vor Rückständen, vor Täuschung und Irreführung werden Speiseöle regelmäßig untersucht und beurteilt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, sich abwechslungsreich zu ernähren, wenige Fertigprodukte zu verzehren und Speisen so oft wie möglich selbst frisch zuzubereiten. So können Sie die Aufnahme von Weichmachern, Mineralölkohlenwasserstoffen und anderen schädlichen Substanzen, die aus Verpackungen in Lebensmittel übergehen oder während der Produktion in unsere Küchenöle gelangen, reduzieren.

2018-07-03T13:41:58+00:00 3. Juli 2018|Herstellung|

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