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Herstellung von Olivenöl: Ölgewinnung in der Ölmühle

Herstellung von Olivenöl: Ölgewinnung in der Ölmühle

Eine schonende Herstellung ist Voraussetzung für bestes Olivenöl. Dabei können verschiedene Verfahren in der Ölmühle angewendet werden, um aus der Olive das flüssige Gold zu gewinnen.

Olivenölherstellung in der Ölmühle

Als Ölmühle wird eine Produktionseinrichtung zur Gewinnung von Pflanzenölen bezeichnet, in diesem Fall von Olivenöl. Die Herstellung von hochwertigem Olivenöl hat sich im Prinzip seit Jahrhunderten nichts verändert. Bei der Kaltpressung werden die wertvollen Inhaltsstoffe der Oliven besonders geschont. Es entsteht ein hochwertiges Naturprodukt, was reich an wichtigen Fettsäuren, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenolen ist.

Von der Ernte in die Ölmühle

Voraussetzung für die Herstellung von bestem Olivenöl ist eine zügige Weiterverarbeitung der Oliven nach der Ernte. Im besten Fall werden diese dann noch am gleichen Tag in die Ölmühle gebracht. Die Verarbeitung von frischen, unversehrten Oliven bietet die Basis für die Gewinnung eines aromatischen und gesunden Olivenöls. In der Ölmühle angekommen, werden die Oliven zuerst von restlichen Blättern und kleinen Zweigen befreit und gewaschen.

Ganze Frucht wird verarbeitet

Nach dem Waschen werden die Oliven zu Olivenbrei verarbeitet. Früher verwendeten die Menschen dazu schwere Mahlsteine, die zum Teil mit Hilfe von Eseln bewegt wurden. Dabei wurde das Pressgut kaum erwärmt. In modernen Ölmühlen werden die Oliven mit Hilfe von motorbetriebenen Edelstahlwalzen zerdrückt oder auch zerschnitten. Das besondere an Olivenöl ist, dass im Gegensatz zu anderen Pflanzenölen die ganze Frucht verarbeitet wird.

In Ölmühlen entstehen native Olivenöle

Das aromatische Olivenöl kann durch zwei Verfahren gewonnen. Olivenöl kann sowohl durch Kaltpressung als auch durch Kaltextraktion gewonnen werden. Bei der Kaltextraktion werden die Oliven nicht gepresst sondern durch Zentrifugieren getrennt. Durch die schnelle Rotation werden Olivenöl und das Fruchtwasser getrennt.

Pressung des Olivenbreis

Bei der Kaltpressung wird der Olivenbrei auf runde Nylonmatten verteilt und gepresst. Traditionell verwenden kleinere Familienbetriebe dafür immer noch Bastmatten. Bereits seit der Antike kommt für die Kaltpressung die Spindelpresse zum Einsatz. Diese wurde allerdings aus Gründen der höheren Ausbeute häufig  durch die Schneckenpresse, auch als Extruder bezeichnet, abgelöst. Nach dem Pressen kommt eine Mischung aus Fruchtwasser und Olivenöl heraus, die dann durch Zentrifugieren voneinander getrennt werden.

Olivenöl ist längst Bestandteil der westeuropäischen Küche geworden

Eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Fetten und Ölen ist für unsere Gesundheit besonders wichtig. Dabei ist Olivenöl mittlerweile auch ein fester Bestandteil in unseren westeuropäischen Küchen geworden. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind schier unendlich. Olivenöl können Sie zum Braten, Backen, als Dressing und für kalte Speisen verwenden. Wie bei allen Lebensmitteln ist auch bei diesem Speiseöl besonders auf die Qualität zu achten.

Auch in Deutschland existieren traditionelle Ölmühlen

Mitten im Erzgebirge in Sachsen steht die Dörnthaler Ölmühle, die älteste produzierende Ölmühle Deutschlands. Hier werden natürlich keine Oliven verarbeitet, dafür frische Leinsaat. Es entsteht das aromatische und omega-3-reiche Leinöl. Bereits in der vierten Generation wird in der Dörnthaler Ölmühle kaltgepresstes Leinöl hergestellt.

2018-03-28T12:23:31+00:00 28. März 2018|Herstellung|

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