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Olivenöl kaufen: Diese Informationen finden Sie auf dem Etikett

Olivenöl kaufen: Diese Informationen finden Sie auf dem Etikett

Im Supermarkt haben Sie eine große Auswahl an verschiedenen Olivenölen. Wenn Sie Olivenöl kaufen, finden Sie viele Informationen auf dem Flaschenetikett. Doch was muss verpflichtend auf dem Etikett stehen?

Die Vermarktung von Olivenöl in der EU ist durch die VO (EU) Nr. 29/2012 sowie der VO (EU) Nr. 1308/2013 geregelt. Diese spezifischen Vorschriften für Olivenöl ergänzen die VO (EU) Nr. 1169/2011 über die Information der Verbraucher über Lebensmittel.

Die Güteklassen von Olivenöl

Olivenöle werden in die folgenden Kategorien oder Güteklassen eingeteilt. Die Angabe der Einteilung muss verpflichtend auf dem Etikett stehen.

Natives Olivenöl Extra (extra vergine)

In der höchsten Güteklasse der Olivenöle sind sensorische Fehler nicht erlaubt. In der Verordnung sind 15 Fehler aufgeführt, die bei nativem Olivenöl extra nicht auftreten dürfen. Denn dann wäre das gesunde Öl nicht mehr „nativ extra“. Fehler im Geschmack können entstehen, wenn die Oliven nicht schonend geerntet, falsch gelagert oder verarbeitet werden. Beispielsweise kann es dann ranzig oder stichig schmecken. Die Italiener nennen das native Olivenöl extra „extra vergine“. Es muss ein Mindestmaß an Fruchtigkeit mitbringen. Die Fruchtigkeit kann leicht, mittel, intensiv, grün oder reif sein. Ein Bespiel für ein natives Olivenöl extra sind unsere Carapelli Olivenöle.

Natives Olivenöl (vergine)

Natives Olivenöl enthält einen höheren Anteil an freien Fettsäuren als natives Olivenöl extra. Es ist die zweithöchste Güteklasse von Olivenöl. Hier wird Olivenöl eingeordnet, das kleine sensorische Fehler enthält und nicht als natives Olivenöl extra bezeichnet werden darf. Auch hier kommen ausschließlich mechanische Verfahren ohne Wärmezufuhr zum Einsatz, um aus den Oliven das wertvolle Öl zu gewinnen. Natives Olivenöl finden Sie im deutschen Einzelhandel nicht.

Olivenöl

Olivenöl, wie das Bertolli Cucina, besteht aus raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl extra. Es ist daher gut zum Braten und Backen geeignet. Das raffinierte Olivenöl schmeckt neutral. Durch die Zugabe von nativem Olivenöl extra erhält Olivenöl wieder einen leichten Olivenölgeschmack. Diese Güteklasse wird oft mit schlechterer Qualität gleichgesetzt. Jedoch kommt es auch hier auf die Verarbeitung der Oliven an. Unser raffiniertes Olivenöl gewinnen wir durch mechanische Verfahren.

Achten Sie auf die Güteklasse, wenn Sie Olivenöl kaufen. Die höchste Güteklasse ist das native Olivenöl extra. Wie Sie ein hochwertiges Olivenöl erkennen, können Sie hier nachlesen.

Herkunftsangaben von Olivenöl

Seit 2009 steht auf jeder Flasche von nativen Olivenöl extra eine Herkunftsangabe. Sie kann zum Beispiel lauten „Natives Olivenöl extra aus Italien“ oder „Mischung von Olivenölen aus Spanien und Griechenland“.

Außerdem gibt es Herkunftsangaben aus bestimmten Regionen oder geschützten Ursprungsgebieten. Dies ist in der VO (EG) 510/2006 geregelt. Entscheidend dabei ist die Verbindung zwischen den Besonderheiten von Anbau der Oliven bis zum fertigen Olivenöl und dem geographischen Ursprung. Ein geschütztes Ursprungsgebiet darf nur als solches nach Antrag und Genehmigung der EU benannt werden. Viele Olivenöle tragen den Aufdruck „D.O.P“ auf dem Etikett. Die Angabe bzw. das Gütesiegel D.O.P (=Denominazione d’Origine Protetta) ist die Bezeichnung dafür, dass alle Produktionsschritte beim Olivenöl, also Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung aus einer Region garantiert werden. Die Deutsche Bezeichnung des Gütesiegels DOP ist die Abkürzung g.U., was so viel wie „geschützte Ursprungsbezeichnung“ heißt. In Deutschland hat sich jedoch die Angabe DOP oder D.O.P eingebürgert, da die meisten Olivenöle in deutschen Supermärkten aus Italien kommen. Achten Sie das nächste Mal beim Olivenöl kaufen darauf.

Füllmenge und Mindesthaltbarkeitsdatum

Wie auf jedem Lebensmitteletikett sind auch auf dem Etikett von Olivenöl die Füllmenge und ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben. Sehr gut produzierte Öle aus grünen Oliven können sich etwa 24 Monate frisch halten. Wenn Sie nur wenig Olivenöl verwenden, sollten Sie ein Olivenöl kaufen, welches lange haltbar ist. Lagern Sie ihr Öl dunkel und vor Licht geschützt.

Produzent, Abfüller oder Vertreiber müssen auf dem Etikett stehen

Eine der drei möglichen Adressen ist auf dem Etikett vorgeschrieben, damit der Konsument die Möglichkeit hat, sich bei Fragen oder Anregungen zum Olivenöl an jemanden zu wenden. Exaktere Herkunftsangaben sind fakultativ, werden aber heute öfter genutzt, da viele Konsumenten Wert auf diese Informationen beim Olivenöl kaufen legen. Zusätzlich müssen seit 2016 Nährwertangaben auf den Olivenöl-Flaschen mit abgedruckt werden.

Kennzeichnung von Bio-Olivenöl

Wenn ein natives Olivenöl als Bio-Olivenöl angeboten wird, muss der Hinweis auf den biologischen Anbau nebst einer Kontroll-Nummer auf dem Etikett stehen.

Freiwillige Angaben ergänzen das Etikett

Neben den oben genannten verpflichtenden Angaben auf den Etiketten von Olivenöl, gibt es zahlreiche freiwillige Angaben, die der Produzent auf dem Etikett machen kann. Dazu gehört zum Beispiel die Angabe „kaltgepresst“. Außerdem können geprüfte Angaben zum Geschmack des Olivenöls, Informationen zur Ernte (z. B. handgepflückt) oder Hinweise zu Lagerung auf dem Etikett stehen.

2018-07-09T14:33:25+00:00 9. Juli 2018|Herstellung|

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