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Pestizide in Olivenöl – Wie gelangen sie in das Speiseöl?

Pestizide in Olivenöl – Wie gelangen sie in das Speiseöl?

Regelmäßig werden neue Olivenöl Tests veröffentlicht. Dabei schneiden nicht alle Olivenöle immer gut ab. Hauptkritikpunkt ist die Qualität der Öle, besonders Schadstoffe wie Pestizide und andere chemische Stoffe werden nachgewiesen. Doch wie gelangen Sie in das Öl?

Was sind Pestizide?

Pestizide sind chemisch-synthetische Stoffe, welche giftig auf unerwünschte Tiere bzw. Pflanzen reagieren. Sie finden besonders im Agrar-, Forst- und Gartenbereich Anwendung. Aber auch zur Bekämpfung von unerwünschten Lebewesen im Haushalt werden sie eingesetzt. Kurz gesagt: Ohne Pflanzenschutzmitteln würden viele Ernten nicht so ertragreich ausfallen.

Die Olivenfliege: Der Feind der Olive

Der Olivenölbaum hat einen Feind: Die Olivenfliege, auch Olivenfruchtfliege genannt. Die Fliege legt ihre Eier in die Frucht der Olive und zerstört diese damit. Der Säuregehalt steigt, weshalb auch die Qualität des Öles leidet. Die Olivenölfliege ist in manchen Gebieten mehr und in anderen weniger verbreitet. Viele Olivenölbauern kontrollieren regelmäßig den Bestand, in dem sie Lockmittel einsetzen. Der Geruch zieht die Fliegen an. So können die Bauern den Bestand leicht bestimmen.

Pestizide zur Bekämpfung: ja oder nein?

Über den Einsatz von Pflanzenschutzmittel bei der Bekämpfung der Olivenölfliege herrscht geteilte Meinung. Einige Olivenölbauern verzichten komplett auf die chemischen Stoffe und setzen stattdessen auf Hausmittel wie Essig mit Honig. Andere Produzenten setzen die Insektizide gezielt ein, um den Feind der Olive zu bekämpfen.

Bio-Olivenöl ohne Pestizide

Wer ganz sicher gehen möchte, kauft sich natives Olivenöl extra aus ökologischem Anbau. Um das Bio-Siegel zu bekommen, dürfen sowohl die Olivenbäume als auch der Boden mindestens drei Jahre nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein. Ein Bio-Öl erkennen Sie ganz leicht an dem deutschen Bio-Siegel bzw. dem Bio-Logo der Europäischen Union.

Bertolli verwendet keine Pflanzenschutzmittel

Für uns von Bertolli steht die Qualität unserer Lebensmittel an erster Stelle. Deswegen verzichten unsere Olivenölbauern komplett auf den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Um ihnen dies zu garantieren, lassen wir regelmäßig Tests durchführen. Der Grenzwert für Pestizide in Lebensmitteln beträgt 0,01 mg/kg, welcher in keinster Weise von uns überschritten wird.

Stiftung Warentest und Öko-Test testen Olivenöle

Regelmäßig testen verschiedene Verbraucherportale wie Stiftung Warentest oder Öko-Test verschiedene Olivenöl auf ihren Geschmack und die enthaltenen Inhaltsstoffen. Dabei erhielten viele Öle das Urteil mangelhaft, da sie Weichmacher, Mineralöl und andere Schadstoffe enthalten.

Wie kommen die Schadstoffe in das native Olivenöl extra?

Ganz genau kann das niemand sagen, aber es gibt viele mögliche Gründe. So können beispielsweise Schläuche, welche bei der Herstellung des hochwertigen Olivenöls zum Einsatz kommen, mit Schadstoffen wie Weichmachern belastet sein. Ähnlich verhält es sich auch mit den Pestiziden. Der Boden ist vielerorts schon vorbelastet, bspw. durch weit entfernte Nachbarn, welche Pestizide benutzen. Diese gelangen dann in das Grundwasser und werden von einem Olivenbaum kilometerweit entfernt wieder aufgenommen.

Tests wie der Öko-Test Olivenöl Test sind wichtig, jedoch mit Vorsicht zu genießen. Nicht jedes Öl ist schlecht und bei einer anderen Charge kann das Ergebnis gleich schon wieder anders ausfallen!

25. April 2019|Tests|

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