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Sonnenblumenöl – Auf der ganzen Welt zuhause

Sonnenblumenöl – Auf der ganzen Welt zuhause

Aus Sonnenblumenkernen hergestellt erfreut sich das hellgelbe, mild schmeckende Pflanzenöl einer ungebrochenen Beliebtheit. Und ist ganz nebenbei eines der meistgenutzten Öle weltweit.

Die Sonnenblume, eine Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse, kann dank ihrer eher unkomplizierten Ansprüche nahezu überall angebaut werden. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch das Sonnenblumenöl eines der beliebtesten Speiseöle ist.

Herstellung von Sonnenblumenöl

Und die Erntemengen von Sonnenblumensaat steigen weiter. Im Erntejahr 2016/2017 wurden global gesehen mehr als 46,5 Millionen Tonnen geerntet. Für das Erntejahr 2017/2018 werden sogar noch einmal knapp zwei Millionen Tonnen mehr erwartet. (Quelle: Statista)

Der Großteil der Ernte wird auch heute noch für die Verwendung als Speiseöl in der Küche eingesetzt. Was also steckt drin in den kleinen Kernen und dem daraus hergestellten Sonnenblumenöl und wofür eignet es sich besonders?

Sonnenblumenöl: Gewinnung und gesunde Inhaltsstoffe

Sonnenblumenöl ist aus der Küche nicht mehr weg zu denken. Zum einen wegen seines milden, unaufdringlichen Geschmacks, zum anderen aber auch wegen seiner gesunden Eigenschaften und Inhaltsstoffe.

Hersteller gewinnen das Öl, indem sie die reifen Sonnenblumensamen nach der Ernte schälen, mahlen und für die Verwendung als Speiseöl in den meisten Fällen kalt auspressen. Oft raffinieren sie das Öl im Anschluss noch, um unerwünschte Bestandteile zu entfernen.

Geringer Anteil an gesättigten Fettsäuren

Der Anteil an gesättigten Fettsäuren in Sonnenblumenöl ist gering, der an gesunden einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren entsprechend umso höher. Welche Fettsäuren genau in diesem Saatöl enthalten sind unterscheidet sich je nach Herkunft und Sorte.

Neben der günstigen Zusammensetzung an Fettsäuren enthält Sonnenblumenöl auch zahlreiche Vitamine. Verschiedene B-Vitamine sowie Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Folsäure und Biotin. All das und mehr steckt in den kleinen, unscheinbaren Kernen.

Sonnenblumenöl in der Küche

Neben seinen guten inneren Werten bringt das Speiseöl auch geschmacklich Eigenschaften mit, die es für einen vielseitigen Einsatz in der Küche hervorragend geeignet machen.

Sonnenblumenöl

Im Vergleich zu anderen gesunden Ölen wie etwa Walnussöl hat Sonnenblumenöl einen sehr milden, leicht nussigen Eigengeschmack. Es drängt sich also in Gerichten nicht in den Vordergrund und kann überall dort genommen werden, wo das Öl mehr im Verborgenen arbeiten und nicht dominieren soll.

Hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Durch seinen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist raffiniertes Sonnenblumenöl besonders hitzestabil. Und damit besonders prädestiniert als Zutat in der warmen Küche. Für Salatdressings kann es dabei ebenso gut eingesetzt werden wie – zusammen mit Olivenöl – zur Zubereitung von Pesto oder dem Dünsten von Gemüse.

Gut eignet sich das Saatöl ebenfalls zur Herstellung von Mayonnaise und Margarine und ist deshalb oft Bestandteil dieser Produkte. Auch für Babynahrung wird es gerne als Fettlieferant genommen.

Haltbarkeit von Sonnenblumenöl

Im Vergleich zu anderen Pflanzenölen lässt sich Sonnenblumenöl recht gut lagern, da es als vergleichsweise lagerstabil gilt.

Sie sollten für eine möglichst lange Haltbarkeit jedoch trotzdem darauf achten, dass Sie das Sonnenblumenöl kühl, trocken und vor Lichteinstrahlung geschützt lagern. So hält es sich für den Einsatz in der Küche etwa zwölf Monate.

Andere Einsatzbereiche von Sonnenblumenöl

Auch wenn der Großteil der Sonnenblumensaaternte später als Speiseöl in der Küche landet, existieren durchaus auch weitere Anwendungsbereiche für das hellgelbe Öl.

In der Pharmazie wird es als Füllmittel für Medikamente oder auch als Bestandteil von Cremes und Salben verwendet und ersetzt dort beispielsweise Olivenöl.

In der Medizin wird Sonnenblumenöl eine positive Wirkung bei Verstopfung, zur Wundbehandlung und sogar bei Rheuma nachgesagt.

Auch in Farben und Lacken sowie Öl- und Künstlerfarben wird Sonnenblumenöl eingesetzt. Genauso wie in der Lederverarbeitung und der Tuchfabrikation. Nicht zuletzt kommt es auch als Kraftstoff beispielsweise in Biodiesel und in weiteren industriellen Verfahren zum Einsatz.

Auch Stiftung Warentest hat 28 Sonnenblumenöle genauer untersucht. Den ausführlichen Test finden Sie hier.

19. Januar 2018|Herstellung|

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