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Woraus gewinnen wir Öl?

Woraus gewinnen wir Öl?

Öl können wir sowohl aus tierischen als auch pflanzlichen Bestandteilen gewinnen. Je nach ihrem Fettgehalt eignen sich die Bestandteile besser oder schlechter zur Ölherstellung.

Speiseöl wird aus Pflanzen gewonnen

Alle  Speiseöle sind pflanzlicher Herkunft. Schließlich ist unsere Erde voll mit fettreichen Pflanzen, Samen, Saaten und Nüssen. Schon seit tausenden von Jahren gewinnen wir Öl aus Pflanzen und nutzen sie zur menschlichen Ernährung. Die verschiedenen pflanzlichen Bestandteile bestimmen die Verwendung und den Geschmack des Öls.

Herstellung von Nussölen

Nüsse sollten bei der täglichen Nahrungsaufnahme auf keinen Fall fehlen. Das besagen die zehn Regeln der Ernährung. Eine Handvoll Nüsse täglich ist eine richtige Kraftbombe und versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Sie enthalten zehn bis 30 Prozent Protein, ungefähr zehn Prozent leicht verdaulicher Kohlenhydrate, Ballaststoffe, eine Reihe wichtiger Vitamine und Mineralstoffe und über 50 Prozent Fett.

Genau aus diesem Grund nehmen wir Nüsse gerne zur Herstellung von Speiseölen. Nussöle werden in der Regel nur kaltgepresst. Es wäre auch zu schade, wenn die guten Inhaltsstoffe durch Hitze zerstört werden würden.

Beliebtestes Nussöl ist Walnussöl

Nüsse für Nussöl

Sehr beliebt in der deutschen Küche ist das Walnussöl. Es wird besonders gerne für Salate verwendet und verleiht dem frischen Gemüsesalat eine nussige Note. Ernährungstherapeutisch ist Walnussöl sehr empfehlenswert, weil es eine ausgesprochen gute Zusammensetzung aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthält. Diese wirken sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus. Beide ungesättigten Fettsäuren sind für den menschlichen Körper essentiell.

Andere Nüsse, wie Haselnüsse und Erdnüsse, verwenden wir zwar auch für Speiseöle, sie sind jedoch nicht so sehr verbreitet. Mandeln werden hauptsächlich für Öle in der Hautpflege genutzt.

Öle aus Saaten und Kernen

Hauptsächlich nutzen Hersteller zur Ölherstellung sehr ölhaltige Samen, Saaten und Kerne. In Deutschland sind das Rapssamen und Sonnenblumenkerne. Raps und Sonnenblumen können günstig in unseren Breiten gepflanzt werden. Sie sind die hauptsächlichen Öllieferanten in Deutschland.

Trotz der kleinen Größe der Körner stecken Ölsaaten voller Energie. Einige von ihnen, wie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam und Leinsamen, sollten auch in ihrer Ursprungsform in einen abwechslungsreichen Speiseplan integriert werden. Ölsaaten haben, ähnlich wie Nüsse, einen Ölgehalt von bis zu 50 Prozent. Sie besitzen viel Magnesium, Selen und Lecithin.

Öle aus Saaten und Kernen

Hervorzuheben ist das Leinöl. Zusammen mit dem Walnussöl ist es gut für die kalte Küche aufgrund der guten Fettsäuren und der damit in Verbindung gebrachten gesundheitlichen Vorteile geeignet. Leinöl passt sehr gut zu Kräuterquark.

Öl aus Früchten

Auch Früchte werden zur Speiseöl-Herstellung verwendet. Einen großen Hype erfährt im Moment das Kokosöl. Aufgrund des hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren ist Kokosöl nicht wie andere Pflanzenöle flüssig, sondern fest. Es soll wegen seiner mittelkettigen Fettsäuren trotzdem leicht verdaulich sein. Anwendung findet es nicht nur zum Braten und Kochen, sondern auch in der Haut- und Haarpflege.

Palmöl gewinnen Hersteller aus der Frucht der Ölpalme. Es wird in Schokolade, Aufstrichen und Fertiggerichten verwendet. Der Einsatz des Öls ist umstritten. Es ist einerseits günstig herzustellen, andererseits wirkt es sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System auf.

Das beliebteste Fruchtöl ist Olivenöl

Oliven bilden eine Ausnahme. Hier wird die gesamte Frucht mit Kern zu Öl verarbeitet. Jedoch enthält die Frucht nur einen Ölgehalt von ca. 20-25 Prozent, dies ist deutlich weniger als etwa bei den Samen. Olivenöl gehört zu den beliebtesten und auch aufgrund des hohen Gehalts an Ölsäure zu den gesündesten Ölen. Erfahren Sie hier mehr über die Geschichte des Olivenöls.

Öl Herstellung aus Oliven

Tierische Bestandteile zur Ölgewinnung

Tierische Bestandteile zur Ölgewinnung

Nicht nur aus Nüssen, Saaten und Früchten können wir Öl gewinnen, sondern auch aus tierischen Bestandteilen. Einige Seetiere, wie Robben und fettreiche Fische (z. B. Heringe), sind eine gute Quelle zur Herstellung von Öl. Die gewonnenen Öle sind reich an ungesättigten Fettsäuren und somit sehr gesund. Jedoch werden Sie im Regal im Supermarkt kein tierisches Öl finden, das als Speiseöl angeboten wird. Tierische Fette werden teilweise in Nahrungsmitteln verwendet. Zum anderen Teil werden sie für unsere Gesundheit und Kosmetikprodukte eingesetzt. Vor allem bei der Seifenherstellung spielen sie eine Rolle. Hersteller verwenden Lebertran häufig für Cremes und Salben zur Wundheilung. Fischöl wird in Kapseln zum Einnehmen verkauft, da es einen hohen Gehalt an den essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren hat.

Welches Öl für welche Speisen?

Aufgrund der verschiedenen Herstellungsverfahren und Geschmacksrichtungen eignen sich manche Öle besonders gut für bestimmte Speisen. Die folgende Übersicht fasst die Einsatzmöglichkeiten zusammen.

  • Fruchtöle für:
    • exotische Gerichte, vegetarische Gerichte, Hühnchen (Kokosöl)
    • mediterrane Gerichte mit Zucchini, Aubergine, Paprika, Fenchel, Schafskäse und Meerestieren (Olivenöl)
  • Ölsaaten für:
    • Kräuterquark (Leinöl)
    • Kürbisgerichte, Kartoffelsalate (Kürbiskernöl)
    • Asiatische Gerichte (Sesamöl)
  • Nussöle:
    • Gemüsesalate
    • Kalte Gerichte

Rapsöl und Sonnenblumenöl aber auch raffiniertes Olivenöl sind geschmacksneutrale Öle und daher für alle Speisen, auch zum Backen und Braten geeignet. Sehr selten treten bei diesen Ölen Allergien auf. Die Kokosnuss gilt als die verträglichste aller Nüsse. Dennoch kann ein Nuss-Allergiker auch eine Kreuzallergie auf Kokosnüsse entwickeln. Dies sollten Sie bei der Verwendung des Öls beachten.

Worauf muss ich beim Kauf eines Öls achten?

Welches Öl Sie nun kaufen wollen, hängt von der Verwendung und von Ihrem Geschmack ab. Ein paar Empfehlungen haben wir Ihnen im Überblick gegeben. Der Umwelt zu liebe, raten wir Ihnen zum Kauf eines Speiseöles, dessen Rohstoffe in Deutschland oder der EU angebaut und gewonnen wurden.

16. Januar 2018|Herstellung|

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